Mehr als Ergebnisse: Warum der SV Oftering Respekt verdient
Als „schlechtester Verein Österreichs“ wurde der SV Oftering zuletzt immer wieder bezeichnet. Ein Titel, der Aufmerksamkeit erzeugt, einem Verein und den Menschen dahinter aber kaum gerecht wird. Denn Tabellen zeigen Tore und Punkte – nicht aber die vielen Stunden, die Woche für Woche ehrenamtlich geleistet werden.
Zusammenhalt statt Aufgeben
Beim SV Oftering wird trotz sportlicher Rückschläge weiter angepackt. Funktionärinnen und Funktionäre organisieren den Vereinsalltag, Trainer investieren ihre Freizeit und zahlreiche Helfer sorgen dafür, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihrem Sport nachgehen können. Besonders erfreulich: In dieser Saison kann der Verein sogar wieder eine 1b-Mannschaft stellen.
Obmannstellvertreter Jürgen Flick, der selbst noch aktiv am Platz steht, weiß, dass diese Arbeit oft im Hintergrund passiert. Für ihn darf sportliche Kritik durchaus sein – einen gesamten Verein anhand seiner Ergebnisse zu beurteilen, wird den vielen engagierten Menschen jedoch nicht gerecht.
Genau hier zeigt sich eine Stärke, die sich in keiner Tabelle findet: Die Ofteringer „hoitn zam“.
Ein Sieg mit Symbolkraft
Umso schöner war der Heimerfolg am vergangenen Samstag. Gegen die SPG St. Georgen/Langenstein brachte Eray Yagci den SV Oftering zunächst in Führung. Als in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich fiel, schien der ersehnte Sieg erneut zu entgleiten.
Doch Oftering antwortete unmittelbar: Jürgen Flick erzielte in der 97. Minute das 2:1. Nach der langen Durststrecke war der Jubel entsprechend groß.
Trainer Vedat Dogru freute sich dabei vor allem über die Einstellung seiner Mannschaft. Nach schwierigen Wochen belohnte sich das Team für seinen Einsatz und zeigte, dass Kampfgeist und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Basis für die kommenden Aufgaben sein können.
Vereinssport ist mehr als eine Tabelle
Wir als ASVÖ Oberösterreich freuen uns mit unserem Mitgliedsverein über diese drei Punkte. Noch mehr Respekt verdient aber, dass beim SV Oftering auch dann weitergearbeitet wurde, als sportliche Erfolgserlebnisse lange ausblieben.
Unser Dank gilt den Funktionärinnen und Funktionären, dem Trainerteam, den Spielerinnen und Spielern sowie allen Ehrenamtlichen und Unterstützern, die ihre Zeit und Energie in den Verein investieren.
Denn die Qualität eines Vereins lässt sich nicht allein an Siegen und Niederlagen messen. Sie zeigt sich auch darin, zusammenzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und nach Rückschlägen wieder aufzustehen.
In diesem Sinne: Herzliche Gratulation an den SV Oftering zum lang ersehnten Sieg – und weiterhin viel Zuversicht für die kommenden Aufgaben!
© SV Oftering
